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Ladeinfrastruktur

Alles was Sie zur Elektromobilität wissen müssen

Wirksame Klima- und Umweltschutzziele lassen sich nur erreichen, wenn auch der Straßenverkehr einen wesentlichen Beitrag leistet – das ist tausendfach wiederholt, logisch und nachvollziehbar. Doch was bietet die Elektromobilität? Wir bei der Energiegemeinschaft sagen: Sie ist das Beste, was uns als Energieprofis passieren kann …. Und das in vielerlei Hinsicht.

 

Verchromte Sportauspuffanlagen wie Hirschgeweihe, röhrende Motoren oder prollige Aufmachungen sucht man hier vergebens. Elektromobilität kommt smarter an. So zum Beispiel die Geräuschkulisse: Plötzlich, wie aus dem Nichts, steht das E-Auto da. Nur ein leises, schmatzendes Abrollgeräusch der Reifen verrät noch das Herannahen des Fahrzeugs. Und dann die Beschleunigung. Im Vergleich zu Benzinern zieht die Elektromobilität schon mal die berühmte Wurst vom Teller. Den Weltrekord von null auf hundert km/h hält mit 1,513 Sekunden ein Elektromotor. Dank seines, über alle 4 Räder gleichmäßig verteilten, kompromisslos anstehenden Drehmoments, spüren die Insassen auch bei normalen Straßenfahrzeugen, wie Vollgas sie sanft aber bestimmt in ihre Sitze presst.

Elektromobilität muss man erleben

Aber die Spritzigkeit ist es nicht allein. Auch die Reaktionsfreudigkeit der Technik und das angenehme, nahtlose Dahingleiten im Verkehrsfluss entwickelt auf Dauer ein Suchtpotential. Ob innerstädtisch oder außerhalb – selbst mir, dem Autor, einem eher defensiv und selbst vor Motorrad, Bussen und Bahnen nicht zurückschreckendem Individualisten, der für jede Fahrt bewusst nach dem günstigsten Verkehrsmittel Ausschau hält, begeistert dieser Antrieb zusehends. Ich fühle mich hinter dem Steuer eines E-Autos wohl. Das als sanfter wahrgenommene Beschleunigen und Wiederabbremsen bringt mich zu Lächeln und erhöht meinen Puls. Darum an dieser Stelle mein Tipp: Sollten Sie bislang noch kein E-Mobil gefahren haben, probieren Sie es einfach mal aus. Das macht auch Ihnen Spaß - garantiert.

Was kostet das eigentlich?

Zugegeben, Spaß ist zwar auch beim Autofahren wichtig, aber längst noch nicht alles. Immer größeren Einfluss nehmen auch die Kosten. Und die sind, selbst beim reinen Laden aus dem Netz mit einem Preis von 40 Cent je Kilowattstunde (Stand Sommer 2022) noch erstaunlich günstig. Wie ist das gerechnet?

Konservativ beträgt der Verbrauch je 100 Kilometer durchschnittlich bei Verbrennern 6,0 Liter. Gerechnet mit einem Preis von 2.- Euro pro Liter kosten diese 100 Kilometer 12.- Euro. Dem stehen 15 kWh auf 100 Kilometer beim Elektroauto gegenüber. Bei einer 100 prozentigen Ladung aus dem Netz mit angenommenen 0,40 Euro je Kilowattstunde würden Kosten von 8.- Euro anfallen – eine Ersparnis von 6.- Euro oder rund 50 Prozent gegenüber dem Verbrenner. Weitere Einsparungen ergäben sich, wenn das Elektrofahrzeug als Elektrospeicher die eigene Photovoltaik ergänzt und es gelingt, eine überschüssige Stromerzeugung hauptsächlich in den Sommermonaten im eigenen Fahrzeug zu puffern.

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Je älter die Steckdose, desto wahrscheinlicher der Schaden

Elektroautos sollten zuhause an einer eigens dafür installierten Ladevorrichtung oder Wallbox aufgeladen werden. Denn im Vergleich zu einer Schuko-Steckdose ist das nicht nur sicherer, sondern auch deutlich flotter. In Abhängigkeit der Leistung und des Anschlusses hält der ADAC es für möglich, dass sich die Ladezeiten laut ADAC von etwa 17 Stunden an einer Steckdose auf 2,0 bis 3,0 Stunden reduzieren.

Aber auch die Sicherheit sollte ins Kalkül gezogen werden. Tatsächlich sind Schuko-Steckdosen in der Lage, lediglich Batterien bis 20 kWh zu laden. Moderne E-Autos aber weisen Kapazitäten zwischen 20 und 100 Kilowattstunden (kWh) auf. Es ist daher leicht einzusehen, dass ein Laden größerer Akkus eine Schuko-Steckdose überfordert. In einem solchen Fall überhitzen schon verkratzte Kontakte oder mechanisch ermüdete Halteklammern Stecker oder Dose. Zum anderen sind Leitungen in älteren Gebäuden für die großen Ströme gar nicht ausgelegt. Sie verursachen eine massive Erwärmung der Leitungen, die sich selbst entzündet und zu einem Brand führen kann.

Unsere Aufgabe ist der Aufbau der Infrastruktur im Gebäude

Doch die E-Mobilität über eine Wallbox ist eigentlich erst der Anfang. Richtig laut spielt die Musik für alle Beteiligten, wenn es gelingt, E-Fahrzeuge im Stromnetz mit der Eigenerzeugung über Photovoltaik und Speicherung und dem Strom für Mobilität, Haushalt und Versorgungstechnik unter den Gesichtspunkten der Versorgungssicherheit und der Netzstabilität erfolgreich miteinander zu verknüpfen. Wie kann das gelingen?

Zunächst ist das E-Auto einmal ein Verkehrsmittel. Gut nachvollziehbar ist darum der Anspruch von E-Mobilisten auf eine aufgeladene Batterie vor jedem Fahrtantritt sowie unterwegs eine gute Versorgung mit einfach zu bedienenden Lademöglichkeiten. Allerdings sind diese berechtigten Ansprüche aus der Perspektive des Netzes nur sehr schwer zu erfüllen. Je nach dem handelt es sich beim E-Autos entweder um einen Verbraucher, der vorrangig durch Erneuerbare Energien versorgt werden sollte oder um eine Art mobilen Speicher, um während der Standzeiten unterwegs oder zuhause, anfallende Überschussenergie aus dem Stromnetz oder aus der der eigenen PV-Anlage zwischenzuspeichern und gegebenenfalls dem Netz oder dem Haushalt und der Versorgungstechnik wieder zur Verfügung zu stellen.

Erste Überlegungen zu intelligenten Gebäudekonzepten waren bereits Gegenstand einiger Seminare und Veranstaltungen. Mehr Infos finden Sie in unserem Infocenter:


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Thomas Buzckowski

Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist eine gute Kilowattstunde