Welche technischen Lösungsansätze das größte Potential für eine optimale Integration der Elektromobilität in die bestehende Netzinfrastruktur bei Mehrfamilienhäusern aufweisen und welche Überraschungen wir bei der Beobachtung der maximalen Gleichzeitigkeit erlebt haben, verraten wir in unserem Abschlussbericht. Freuen Sie sich auf spannende und exklusive Erkenntnisse aus unserem NETZlabor.

Die Ausgangslage

Viele Bewohner*innen von Mehrfamilienhäusern würden sich gerne ein Elektrofahrzeug zulegen. Doch ohne eigene Lademöglichkeit zuhause ist das für die meisten unattraktiv. Bislang müssen aber Eigentümergemeinschaften dem Bau von Ladestationen in gemeinsam genutzten Tiefgaragen zustimmen – und zwar einstimmig. Die Änderung des „Wohnungseigentumsgesetzes (WEG)“ verspricht eine Verbesserung der Situation: Künftig soll eine einfache Mehrheit der Stimmen genügen. Diese und weitere gesetzliche Maßnahmen senken die rechtliche Hürde und dürften zu einem Hochlauf der Elektromobilität beitragen – insbesondere in Mehrfamilienhäusern.

Welche Auswirkung das auf das Stromnetz hat, untersucht die Netze BW schon heute – im realen Netzbetrieb, im Alltag der Projektteilnehmer*innen vor Ort.

Die moderne Wohnanlage Pura Vida in Tamm bei Ludwigsburg ist ein Bestandsgebäude mit einer großen Tiefgarage mit 85 Stellplätzen auf zwei Ebenen. Diese Garage wird von den Bewohner*innen gemeinschaftlich genutzt.

Die Zielsetzung

63 Eigentümer*innen, 58 Ladepunkte, 45 Elektrofahrzeuge, 1 Tiefgarage

Wie muss der Netzanschluss einer Wohnanlage beschaffen sein, wenn künftig 58 E-Fahrzeuge in einer gemeinsamen Tiefgarage geladen werden? Und wie ist das Ladeverhalten der Bewohner*innen? Ziel ist es, die Nutzungsgewohnheiten der Menschen und deren Auswirkungen auf das Stromnetz in der Praxis kennenzulernen.

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